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Aika
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Aika

Aika wurde am 01. Juli 2005 geboren. Der Zufall wollte es, dass wir sie entdecken. Wir schlenderten im Jura über den, bekannten, Chaindonmarkt (Foire de Chaindon) und schauten uns die Tiere an. Wir unterhielten uns über Vieh und Ware und bewegten uns in Richtung Schulhaus, wo sich auch die WC-Anlagen befanden. Beim Eingang hing ein Inserat mit einem Foto, auf welchem sich 10 schwarzweisse Welpen befanden. Ich begab mich ins Gebäude, studierte diesem Foto nach und ging wieder raus um den Text zu lesen. Es waren, 10 Hütehunde zu verkaufen. Ich notierte mir die Telefonnummer und bat Urs, dass wir uns die Welpen anschauen. Er blieb wie immer realistisch und wiederholte zum hundertsten mal, dass wir doch jetzt noch keinen Hund halten könnten und wir uns so einschränken würden.

Nach all meinen Überredungskünsten rief ich am Abend dann auf dieser Nummer an. Am anderen Ende meldete sich eine ältere Frau aus Welschenrohr. Ihre Stimme war liebevoll und ruhig. Sie erzählte mir von den Welpen und sagte, dass sie jahrelang Schäferhunde und Riesenschnauzer züchtete. Die Welpen stammen nun aus ihren beiden Border Collies (Papierlos). So begaben wir uns dann an einem Mittwoch Abend nach Welschenrohr. Das Ehepaar Brunner öffnete den Zwinger. Die Mutterhündin kam sofort zu uns und schmeichelte so viel sie konnte. Die Welpen begrüssten uns eher kurz und rannten dann querfeldein, versäuberten sich und spielten miteinander. Urs und ich waren vom ersten Moment an hin und weg. Wir hätten sie am liebsten alle eingepackt. Wir entschieden uns ein Weibchen auszuwählen. Nach langen Minuten entschieden wir uns für Aika. Damals hatte sie noch keinen Namen, weil sie auch keine Papiere hat überlies Familie Brunner das Taufen den künftigen Besitzern. Urs und ich tauften sie dann nach unserer Wahl Aika.
Aika blieb dann noch bis zum Oktober in Welschenrohr. Die anderen Welpen zogen nach und nach aus dem Zwinger aus. Im Oktober hatten wir Ferien und wollten uns dann ganz der Ankunft von Aika widmen. Wir kauften für sie Bettchen und Näpfchen und zäunten den Garten als Auslauf ein. Urs zog einen Zaun und bastelte ein Türchen. Kaum war er fertig hüpfte Aika über den Zaun. Etwas zähneknirschend kauften wir einen höheren Zaun und begannen von vorne mit der Arbeit. Nun hatte Aika den Garten für sich und konnte sich frei bewegen.

Bald darauf besuchte ich mit ihr in der Hundeschule Eichmättli die Welpengruppe und danach den Junghundekurs. Sie machte enorm schnell Fortschritte und begriff auf Anhieb was man von ihr verlangte. Sie verwöhnte mich geradezu. Ihre beste Freundin war Nera, eine schwarze Flatcoatedretrieverhündin. Mit ihr rannte sie gerne quer über den Platz. Nach und nach brachten wir Aika auch das Ziehen an der elastischen Leine bei, welches dann für das Canicross dienen sollte. Ebenfalls das Aportieren von Spielzeugen stand im Vordergrund und langsam interessierten wir uns auch für einen sanften Aufbau im Agility.

So verflogen die Tage. Im Leben von Urs und mir hatte sich viel verändert seit Aika bei uns eingezogen ist. Sie bereicherte unser Dasein enorm. Am 2. Mai 2006 wurde unser Glück auf eine harte Probe gestellt. Aika wurde von einem Auto erfasst und musste schwer verletzt operiert werden. Für uns brach eine Welt zusammen. Die Tierärzte Frau und Herr Dr. Öttli leisteten den Ersteinsatz und überwiesen uns dann mit Aika ins TÜZ Tenniken. Dort kümmerte sich ein hoch qualifiziertes Ärzteteam um Aika. Ihr Becken war gebrochen und von der Wirbelsäule abgerissen, ihre Lunge, hatte ein Riss und das Aussenband am linken Hinterbein war abgescheuert. Wie gelähmt hinterliessen wir Aika im TÜZ und konnten nur hoffen, dass es nach der Operation für sie wieder lebenswert sein wird.

Am anderen Tag informierten uns die Ärzte, erneut, über ihr Vorhaben und die bevorstehende Operation. Am dritten Tag kam das erleichternde Telefon, dass Aika wach sei und bereits mit ihren verschraubten Knochen umherspaziere und auch selber Urin löse. Urs ging dann am Wochenende für eine Woche in die Veloferien, was ihm in dieser Situation besonders schwer fiel. Er hatte Aika ins Herz geschlossen und konnte sich jetzt kaum vorstellen einfach so wegzugehen. Aber ich blieb ja zu Hause und konnte ihn jederzeit telefonisch informieren.

Mitte Woche durfte ich sie dann abholen und sie zeigte einen enormen Lebenswillen. Sie lies sich kaum bremsen und ich fragte mich, wie wir wohl die 8 Wochen Leinenpflicht überstehen sollten. Frau Dr. Öttli kämpfte nun täglich mit der offenen Wunde am Hinterbein, welche sich einfach nicht recht schliessen wollte. Nebst der Betreuung unseres Hundes, kämpfte ich noch mit den Versicherungen betreffend Zahlung der Tierarztkosten.

Aika ist eine starke Persönlichkeit und kämpfte sich nach oben. Sie gab nie auf und zeigte enormen Lebenswillen. Urs baute eine spezielle Beziehung zu ihr auf und für ihn gab es nur Aika. So überschrieb ich sie dann auf den Papieren auf den 01.07.2006 an Urs. So, dass er Aika aufbauen konnte und sie dabei auch als sein Hund bezeichnen durfte. Sie entpuppte sich dann auch als die perfekte Läuferin für das Canicross und es war schön zu sehen, wie sich die beiden zu einem glücklichen Team entwickelten. Heute bestreiten Urs und Aika Canicrossläufe, Biathlon und auch Agility. Und als Entspannung gibt es öfters ein Military- oder Mobilitybesuch. Aika hat sich prächtig erholt. Wir danken den Tierärzten Herr und Frau Dr. Öttli und dem Ärzteteam im TÜZ für ihre wunderbare Unterstützung und kompetentes Handeln. Und unserer Hündin Aika für ihren unermesslichen Lebenswillen. Wir sind froh, dass Du zu uns gekommen und bei uns geblieben bist.

Viel Spass beim durchstöbern der Fotos und Anschauen der Bilder.

 

 

 
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