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Aguilarkurs Guidance 3 in Biel-Benken

Es war ein milder Morgen als ich mit Hänger beim Stall Lüdi in Biel-Benken vorfuhr. Meine Fribistute genoss während der Fahrt ihr Morgenheu und beobachtete jetzt aus den Hängerfenstern das bunte Treiben der Schulpferde und den Mädchen im Innenhof. Die erste Lektion beinhaltete, wie auch auf dem Hof Steinmatt, Zopf, Kaffee und das Besprechen der Kursziele. Der Kurs wurde diesmal von Heidi Rohrbach und Susanne Schneider organisiert. Bis jetzt war ich in der konfortabeln Lage nur bis nach Bretzwil fahren zu müssen. Mein vierter Kurs war nun ferner und diesmal in einer Halle. Alfonso Aguilar und seine Managerin Karin Keller kennen meine Stute nach all den Kursen und waren somit mit meinen Wünschen und Anliegen rasch vertraut. Ich folgte interessiert den anderen Erzählungen und war auf die praktische Arbeit gespannt.
Kurz darauf besammelten wir uns mit unseren Pferden in der Reithalle. Nach ein paar Minuten Angewöhnungszeit stiessen auch Alfonso und Karin zu uns. Esthis Freiberger Miranda zeigte an Seil und Halfter kurz wie ein Araber sich von der schönen Seite präsentiert. Danke Miranda. Danach konnten wir mit der Biegungsarbeit beginnen. Einige Übungen waren Jessika und mir schon vertraut und funktionierten zu meinem Erstaunen auf Anhieb gut. Pferde haben also doch ein gutes Langzeitgedächtnis. Wer seine Schwierigkeiten hatte, bekam von Alfonso selbstverständlich Hilfe angeboten. Sein Gefühl bei einem Pferd den nötigen Druck zu machen, so dass es zum Erfolg führt, ist immer wieder erstaunlich. Es ist faszinierend mit einem Pferd so arbeiten zu können. Nachdem wir am Morgen die Bodenarbeit absolvierten und repetiert hatten, ging es in das Restaurant Zihlmann, wo ein feines, wohlverdientes Mittagessen auf uns wartete.
Am Nachmittag war dann Reiten angesagt. Zuerst ohne Sattel und Zaum. Am besten gefiel mir die Übung, als wir die Pferde vom Sattel aus zäumen mussten. Das ging noch, bis wir dann, trotz angezogenem Zaum, auch noch das Knotenhalfter abziehen mussten. Jeder hing vom Sattel aus über den Pferdehals und studierte das heillose durcheinander am Pferdekopf. Selbst Alfonso geriet ins Lachen und verriet uns dann des Rätsels Lösung. Mit einigen Konsentratios-, Paarübungen und Rodeoeinsätze meiner Jessika gingen dann auch die Nachmittagsreitstunden zu Ende. Überglücklich über den Einsatz von meiner Stute machte ich mich auf den Heimweg. Der erste Tag war vorbei und hinterlies wie in jedem Kurs seine Eindrücke. Viele von uns waren samt ihren Pferden müde geworden.
Am Karfreitag war es dann für die einzelnen Teilnehmer etwas ruhiger. Bei der Freiheitsdressur im Roundpan, wurde jede und jeder von uns mit seinem Pferd von Alfonso persönlich betreut. Karin war wie immer mit dem Übersetzen der englischen Sprache beschäftigt. Generell verwandelt sie selbst die lustigsten Episoden und Aussagen von Alfonso in „Schwizerdütsch“. Nach dem Mittagessen arbeitete Alfonso noch mit einem Wallach der Familie Lüdi im Roundpan. Alfonso wurde vorgängig über das eigenwillige Verhalten des grossen, dunklen Wallachs informiert. Doch der Wallach spielte uns alle einen Streich und zeigte sich bei der Arbeit mit Alfonso von der besten Seite. Keinerlei Spektakel.
Vor Feierabend gab es noch eine kurze Reitlektion und einige Schlussworte. War es doch bereits 19.00 Uhr, als ich auf die Hallenuhr schaute. Meine Stute ging bei Alfonso danach noch kurz das Kompliment üben, bevor sie endgültig in den Anhänger steigen durfte. Karin kam vor der Abfahrt noch persönlich zu meinem Auto und lobte die psychischen und physischen Fortschritte meines Pferdes. Das hat mich sehr gefreut. Das zeigt mir, dass man in den Aguilarkursen nicht nur eine Nummer ist, welche am Tag danach vergessen ist. Und es ist immer wieder toll, wie vom Sport- über das Barock- bis zum Freizeitpferd alle Tiere mitarbeiten und vor allem gerne mitarbeiten.
Ich danke an dieser Stelle den Organisatorinnen Heidi Rohrbach und Susanne Schneider für die Organisation und der Familie Lüdi für die Infrastruktur. Bis zum nächsten Kurs.

 

 

 
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