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Fuhrmannsznüni 2006 in Liestal

Schon oft gehört und noch nie besucht! Dieses Jahr durfte meine Stute im Vierspänner von Alex mitlaufen. Das war für mich die Gelegenheit, endlich einmal den Fuhrmannsznüni, welcher vom Baselbieter Fahrverein organisiert wird, mitzuerleben.
Hätte man im Januar doch bittere Kälte (Minustemperaturen) erwartet, so wurden wir doch an diesem 1.1.2006 davon verschont und konnten einen sonnigen Tag bei immerhin 8° geniessen. Kurz vor neun Uhr, war der Wagen gepackt und die vier Pferde vorgespannt. Nachdem Alex alle Leinen geordnet hatte und seine Mitfahrerinnen warm eingepackt waren, konnte es losgehen. Von Nunningen bis Liestal, waren es 18 Kilometer. Mit 4 PS dauert dies schon etwas länger und schliesslich wollten wir die Fahrt ja geniessen und nicht hetzen. Jasmin und Monika bereiteten für die Fahrt Glühwein, Sandwichs und Mandelgipfel vor. Ich nahm meinen ersten Glühwein schon vor dem „Holzeberg“ zu mir. Tat die Wärme von innen doch gut. Jasmin wärmte sich auf, indem sie voraus rannte um Fotos zu schiessen. Da bevorzugte ich doch schon eher den Glühwein.
Gegen 12.00 Uhr trafen wir dann in Liestal ein. Geschickt, steuerte unserer Fahrer Alex den Vierspänner durch die engen Gassen um sich hinten, an die bereits eingefahrenen Gespanne anzuschliessen. Die Pferde schienen um die Ruhepause sichtlich froh zu sein. Der Baselbieter Fahrverein spendierte Mehlsuppe, Brot und Würstchen. Das konnte wohl jeder gut gebrauchen nach seiner winterlichen Fahrt.
Ich erlaubte mir auch rasch durch die Stadt zu spazieren und die vielen verschiedenen Gespanne zu betrachten. Vom Shetlandpony-Einspänner, über schön gepflegte Ponygespanne, diverse Pferdeein- und Pferdezweispänner bis zu unserem Vierspänner war alles vertreten. Interessant waren die verschiedenen Geschirre und Wagen, welche von den einzelnen Fahrern bevorzugt wurden. Da und dort hörte man die Leute über die Gespanne diskutieren und Fragen stellen. Es wurde über die Herkunft der Pferde und futuristische Wagen philosophiert. Manches Wort entlockte den stillen Zuhörern ein Lächeln. Auch zahlreiche Gäste bestaunten die aneinandergereihten Wagen.
Traditionell startete um 13.00 Uhr der Umzug durch die Stadt. Die Fahrer präsentierten den Zuschauern stolz ihre Tiere und Wagen, während diese fotografierten oder einfach so ihre Freude zeigten. Selbst das Fernsehen NW1 stellte sich an den Strassenrand um den Umzug mit der Kamera einzufangen.
Ein Dank dem Organisator für die Verpflegung und die Reinigung des Städtchens. Es war ein schöner Sonntag. Wir traten nach dem Umzug wieder unsere 18 Kilometer Heimweg an. Ich bin sicher, unsere Pferde freuten sich über das Heu und die ruhigen Abendstunden. Hoffentlich, wieder am 1.1.2007. Dieser Anlass wird mir auf alle Fälle in schöner Erinnerung bleiben.

 

 
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