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Plauschtriathlon in Koppingen

……wieder zurück, mit warmen Kleidern am Körper, sassen wir in der Gartenwirtschaft des Schwimmbades Koppingen und genossen unser Mittagessen…

Alles begann mit der Ausschreibung unter www.wasserrettung.ch - Plausch Triathlon. Abgesehen, dass deren Arbeit mit ihren Hunden schon interessant ist, war die Idee mit dem Plauschtriathlon gut. Wann sonst darfst du mit deinem Hund schon in einem Freibad baden, resp. schwimmen? Juhui!

Dieser Verein arbeitet mit den Hunden grundsätzlich im Wasser und ihre Idee ist, einen Hund auch im Bereich Wasserrettung einsetzen zu können. Dafür werden die Hunde speziell ausgebildet. So, dass sie gar leichte Ruderboote an Land ziehen oder einem Nichtschwimmer den Rettungsring bringen können. Eine, der grössten Leis-tungen besteht, in meinen Augen darin, dass sie Bewusstlose, auf dem Wasser treibende, Personen an Land bringen können.
Der Hund benötigt in diesem Fall viel Spieltrieb und darf nicht wasserscheu sein, resp. sollte auch gerne schwimmen.
Natürlich darf auch hier die Ausdauer des Hundes nicht fehlen. Ich musste mich belehren lassen, dass ein ertrinkender Hund sekundenschnell wie ein Stein sinken kann.
Dies hat mir wieder einmal mehr bestätigt, dass das Tragen einer Schwimmweste auch für Hunde kein Unsinn ist und nicht nur zur Belustigung der Zuschauer dient. Unsere Hunde tragen beim Kanadierfahren immer eine Schwimmweste, was mir nach dieser Aussage noch wichtig scheint.

Zurück zum Plauschtriathlon. Wir haben uns also bereits Anfangs Sommer zu diesem Anlass angemeldet. Dort machten einem die Temperaturen wohl noch mehr an, wenn man an das Baden dachte.

Der, Plauschtriathlon besteht aus 6 Km Velostrecke (alles flach), 3 Km joggen, walken oder spazieren und aus 50 m schwimmen. Da keine Rangliste erstellt wird, ist es nicht so wichtig wie schnell man den Triathlon absolviert. Zwischen den einzelnen Disziplinen wird immer wieder ein Stempel gemacht. Am Schluss wurde dann der Einheitspreis, ein Foto mit Diplom abgegeben.

Urs und ich machten also unsere Bikes bereit und holten die Hunde aus dem Auto. Am Start erhielten wir Nummer und Karten. Da unsere Hunde das Rennen vor dem Bike durch das Bikejöring schon kennen, waren sie bereits zu Beginn aufgeregt und warteten nur noch auf das Startzeichen. Aika lies sich kaum bremsen, rannte dem Weg entlang und stürzte sich ausserhalb des Waldes zuerst in eine Wiese um ein Geschäftchen zu erledigen. Urs konnte nur noch die Bremsen ziehen und musste ihr mitteilen, dass es so nicht ganz gedacht ist. Aber wir konnten uns amüsieren und Aika wollte schon wieder starten, bevor Urs das Robidogsäcklein richtig zugebunden hatte. Danach ging es weiter. Wir wollten unsere Hunde im Tempo etwas drosseln aber sie liessen sich keineswegs dazu überreden und rannten munter weiter. Unter-wegs, am Kontrollposten, konnten sie sich mit Wasser verpflegen. Es standen 4 Näpfe zur Verfügung, wohl alle mit dem selben Wasser gefüllt, nur unsere zwei Vierbeiner brachten es fertig aus jedem Napf zu kosten und die Leinen zu verwickeln. Auf dem Rückweg begegneten wir dann noch andern Velofahrern, bei welchen der Hund schön im Fuss mitlief. Eine Frau war sogar mit ihrem Rauhaardackel unter-wegs, welcher neben dem Velo kaum zu sehen war aber munter nebenher trabte. Beim Velofahren und Laufen galt Leinenpflicht, so dass sich die Hunde nicht in die Haare kamen.

Zurück im Ziel, stempelten wir unsere Karte wieder ab und packten unsere Joggingschuhe aus. Nach einer kurzen Pause verliessen wir die Badi Koppingen über den Hinterausgang und begaben uns auf die 3 Km-Strecke. Wir joggten gemütlich über die Felder, vorbei am  zweiten Kontrollposten, weiter dem Waldrand entlang und über einen Singeltrail zurück ins Ziel. Nach einem weiteren Stempel galt es nun Badehose oder Badekleid und den Neoprenanzug anzuziehen. Jetzt wurde es erst recht spannend.

So begaben wir uns in die Kabinen, während Aika und I-Mac draussen warteten. Der Boden und die Luft waren schon kalt. So standen wir dann vor dem Bassin und fragten uns, ob wir den Sprung ins kalte Nass nun wirklich wagen wollten bei 9° Lufttemperatur. I-Mac wurde von den Verantwortlichen kontrolliert. Er durfte sein Gstältli anbehalten, weil man ihn auch an diesem rausheben konnte. Andere Hunde wurden mit speziellen Gstältli ausgerüstet, damit man jeder Zeit nach ihnen greiffen konnte.

Ich hatte nur noch ein Gedanke und zwar diese 50 m möglichst rasch hinter mich zu bringen. Ich stand mutig unter die kalte Gartendusche. Urs streckte mal die Hand aus und meinte dann, dass das Wasser der Dusche wohl wärmer sei als das Wasser im Becken. Ich danke ihm für die Aufmunterung und stürzte mich ins kalte Nass. Nachdem ich wieder atmen konnte, motivierte ich I-Mac mit mir zu schwimmen. Er stieg sofort ins Becken und verfolgte mich schwimmend, bis er nach ca. 20 Metern das Becken freiwillig verlies und sich wohl dachte, die soll doch selber schwimmen. Er, lies sich nicht mehr überreden über den Beckenrand einzusteigen. Auch Urs zog an mir vorbei, während Aika ebenfalls den frühzeitigen Ausstieg bevorzugte.

Als wir dann das Becken zitternd verliessen, liessen sich unsere Hunde durch ein Spielzeug wieder zum Einstieg motivieren. Sie sprangen zweimal vom Beckenrand ins Wasser und apportierten freudig den Kong. Wir waren stolz auf unsere beiden vierbeinigen Freunde. Sie begleiten uns einfach in jeder Hinsicht und zeigen, dass sie uns vertrauen.

Wir begaben uns schnell zurück in die Kabine, um uns und die Hunde gut abzu-trocknen. In den warmen Kleidern fühlte es sich doch schon viel besser an. Die Hunde bekamen, vom Veranstalter, ein grosses Biskuit und wir gönnten uns im Gartenrestaurant das wohlverdiente Mittagessen.

Es war lustig die anderen Teilnehmer/innen zu beobachten. Einige stürzten sich im Badekleid in das Wasser und mussten dann noch warten, bis ihr vierbeiniger Liebling sich zum Mitschwimmen entschied. Dann gab es Hunde die rannten um den Becken-rand und liessen ihre Halter selber frieren. Das Schauspiel wurde durch lautes Bellen begleitet. Oft merkte man, dass Hunde völlig irritiert waren, wenn ihre Besitzer davon schwammen. Wie verfolge ich meinen zweibeinigen Freund am besten? Ich belle mal laut, vielleicht kehrt er ja zurück ans Ufer. So beobachten wir sämtliche Leute und ihre kleinen und grossen Freunde beim Kampf mit dem kalten Wasser und den Versuchen gemeinsam die 50 Meter zu bewältigen. Jeder hatte Spass dabei und das war an diesem Sonntag wohl das Wichtigste.

Die Helfer/innen waren alle mit dicken Neoprenanzügen ausgerüstet, um jeder Zeit eingreiffen zu können. Sie waren um den Beckenrand zahlreich vertreten und sorgten für Ordnung. Mit wachsamen Augen überblickten sie alle Schwimmer/innen. egal ob mit zwei oder vier Beinen. Für die Sicherheit war ausreichend gesorgt. Ein Lob an die Veranstalter.

 

Ein wirklich lustiger Anlass für jeden Hundefreund und Hund, egal ob alt oder jung, gross oder klein. Wer auch gerne mal mitmachen möchte, kann sich ab nächstem Sommer unter www.wasserrettung.ch informieren. Es macht auf alle Fälle Spass!!

 

 

 
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