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Bronwen I-Mac
I-Mac

Bronwen I-Mac

Da Urs und ich durch den Tag im Arbeitsprozess sind und es Aika in diesen Stunden mehr oder weniger langweilig war, entschieden wir uns für einen zweiten Hund. Zudem konnten Urs und ich es uns jetzt gut vorstellen, dass wir den Hundesport gemeinsam betreiben, und ein Hund alleine wohl fast zu viel leisten müsste.

Grundsätzlich hätten wir gerne ein Geschwister aus dem zweiten Wurf in Welschenrohr gehabt. Doch der Rüde war zu alt und die
Hündin nahm nicht mehr auf.

So befasste ich mich dann mit dem Kauf eines reinrassigen Border Collies. Ich durchwühlte wieder einmal das Internet, schaute beim SKG rein und rief eine ehemalige Arbeitskollegin an. Von ihr wusste, dass sie eine Stockhaarbordercolliehündin besass. Zu Aika, welche auch Stockhaarborder ist, hätte ich gerne wieder eine solche Hündin gehabt. Claudia erzählte mir dann, dass ihre Züchterin nun gerade wieder einen Wurf Border hätte und ich doch mal dort vorbeischauen sollte. So, schaute ich dann unter www.bronwen.ch den, am 27.03.2006 geborenen, I-Wurf an und ich erkundete mich noch bei der Zuchtwartin des Schweizerischen Border-Collie Clubs. Die Züchterin Erika Sommer wurde mir wärmstens empfohlen, weil sie schon langjährige Erfahrung mit sich bringe und selber Zuchtwartin war. So besuchten wir dann zusammen mit Aika an einem Sonntag den Bronwen-Zwinger. Erika wollte von uns genau wissen, was wir dann mit einem Border Collie machen, resp. arbeiten würden. Sie erklärte uns nochmals eingehend, dass diese Rasse viel Kopfarbeit und immer wieder neue Aufgaben brauche. Sie empfahl mir auch einen Rüden, weil unsere Hündin Aika noch nicht mal Jährig war und es so zwischen zwei Weibchen zu bitteren Rivalenkämpfen kommen könnte. Ehrlich gesagt, ich habe I-Mac (obwohl er kein Stockhaarborder ist) auf den Internetfotos schon ins Auge gefasst. Wollte mich aber nicht festlegen. Wir begutachteten die Welpen lange. Sie waren bei unserem Besuch gerade ein wenig verschlafen und wir entschieden uns so am Schluss doch für I-Mac. Er war gescheckt und hatte so ein besonderes Erscheinungsbild.

Nach weiteren zwei Besuchen im Bronwen-Zwinger, brachte uns Erika unseren Zuwachs am 02. Juli 2006 nach Hause. Aika und I-Mac verstanden sich auf Anhieb gut. Wir erledigten mit Erika noch den Papierkrieg, und sie versuchte sich dann langsam aus dem Staub zu machen, während I-Mac auf dem Teppich ruhte. Er merkte es aber und verabschiedete sich von Erika und auch seiner Mutter „Maid“, welche mitgefahren war wie es sich gehörte in wachem Zustand.

Dieser Tag brachte für mich die Kehrtwende in meinem Leben mit Tieren. Von I-Mac habe ich enorm viel gelernt. Er hat mich als Welpe schon ständig gefordert. Als Junghund hat er mich mit seinem starken Willen an den Rand der Verzweiflung gebracht. In der Hundeschule Dreyländeregg in Bättwil wurde ich von Elwira Schneitter und ihrem Trainerteam kompetent betreut. Auch Erika half mir telefonisch, wenn ich mit einem Problem an sie gelangte. Mit zwei jährig kastrierte ich ihn, weil seine Hormone ab und zu mit ihm durchbrannten. Er, lies sich durch andere Rüden oft reizen. Langsam ging es aufwärts und er, lies sich vermehrt auch im Trieb abrufen und die Konzentration hielt etwas länger an. Langsam schlugen meine Agilitytrainerinnen Conny und Nicole vor mich von der Privatstunde in eine Gruppe zu begeben. So besuchte ich dann bei Conny die Gruppe, wo auch Urs und Aika trainierten und bei Nicole traf ich wieder auf Bekannte aus dem Babyagility. Aber Rüden haben bekanntlich länger, bis sie Reife zeigen. Und ich musste lernen, dass es so ist und Geduld braucht. Es ist einfach wichtig, dass I-Mac im Agilitytraining angeleint ist wenn andere Hunde laufen. Zumal er diese hütet und sie sonst in ihrer Arbeit unsanft unterbrechen würde. Unterdessen habe ich gelernt damit zu leben, dass I-Mac andere Hunde hütet. Immer noch besser als Autos, Jogger oder Velofahrer. Er hat enorm Fortschritte gemacht und apportiert nun auch gerne seine Spielzeuge, holt den Frisbee und zeigt seine Leistung an den Militarys. Im Agility arbeitet er unterdessen sehr gut. Er ist führig. Seit letztem Herbst starten wir nun LA und er zeigt sich von einer vorbildlichen Seite. Seit er letzen Sommer an einer Ehrlichiose erkrankt ist und wir um sein Leben kämpfen mussten ist er viel anhänglicher. Gott sei Dank, haben Frau Dr. med. Öttli und das TÜZ richtig reagiert und wir konnten ihn wieder aus der Klinik abholen. Hätte man in dieser Nacht nicht die richtigen Medikamente gespritzt, so müssten wir heute ohne ihn weiterleben. Ich könnte mir nicht vorstellen, was wäre, wenn ich ihn in dieser Sommernacht verloren hätte. Zum Glück hat er sich rasch wieder erholt und unser Leben geht weiter. Danke I-Mac, dass du geblieben bist.

Bronwen I-Mac oder MacMac wie wir ihn liebevoll nennen, ist unterdessen 3 Jahre alt. Er ist ein aufgestellter, interessierter Rüde geworden. Er zeigt sich an allen Anlässen von seiner besten Seite und liest meine Körpersprache genau. Im Agility hat er unterdessen begonnen mich aufzufordern sicherer zu laufen. Jedes Wort, jedes Zeichen durch Körpersprache muss sitzen sonst kommt er aus der gewünschten Linie. Nach der Alternativbehandlung welche zum Schluss noch mit Osteopathie kombiniert wurde, hat er eine enorme Veränderung durchgemacht. Er ist total aufgestellt und hat an Tempo zugelegt. Es ist eine wahre Freude mit ihm zu arbeiten. Sobald ich die Arbeit abbreche, findet er jedoch, das Hüten auf den Nachbarsplätzen spannender. Das ist und bleibt mein I-Mac! Laufende und spielende Hunde sind soooo interessant. Er könnte verkehrt vor dem Startsprung sitzen um nebenan zu hüten. Aber sobald er läuft, ist er voll bei der Sache.
Auch die Militarys sind ein Spezialgebiet von ihm. Er versteht die Übungen auf Anhieb. Meistens verliere ich als Hundeführerin die Punkte. Unsere Hunde sind gerne an Militarys unterwegs, weil wir dort gleichzeitig spazieren und arbeiten können. Oft gehen wir mit Kollegen und Kolleginnen, so dass ein ganzes Hunderudel mitspaziert. Die Hunde beobachten sich bei den Übungen aufmerksam und lernen voneinander.
I-Mac ist auch sehr sozial, wenn er sich in den Hunden frei bewegen kann. Nur in der Arbeit braucht er keine Gefährten, welche in anbellen oder stören. Seine Bindung zu mir ist stärker geworden und dies macht unsere gemeinsame Zukunft um einiges leichter. Wir geniessen jede gemeinsame Stunde, sei dies auf dem Alltagsspaziergang, beim Joggen, Agility, Military, als Reitbegleiter oder einfach beim Schmusen auf dem Sofa.
Erika, ich möchte Dir nochmals für diesen tollen Rüden danken. Er hat mich gelernt den Bordercollie zu verstehen!
Ich möchte keine Minute missen.

Viel Spass beim Durchstöbern der Galerien und Erfolge.

 

 

 
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